Projects Supported by the MediaLab
Here you will find selected projects that were carried out or supported at the MediaLab. The examples show how the recording studio, stage, editing workstations, as well as eye tracking, MoCap & related technologies can be used in research, teaching, and science communication.
Podcasts / Recording Studio
- u:africa-lab
- Skandiløs
- Wiener Digital Revue
- My First Job
- Animals in Dutch Literature
- Displaced. Survived. Told...
- Narrating Trauma
- Dr. Horror
Speech and Audio Recordings / Recording Studio
Video / Recording Studio and Editing
Stage
- International Workshop: The Stories (in the) Constructed
- The Screening and Post-screening Discussion with the Film Directors of ‘To be Continued (尚未完場)’
- Sign Language in Focus
- East Asia as a Psychological Landscape
Eye Tracking / Eye Tracking, MoCap & Related Technologies
- What makes a language beautiful?
- Love on Screen: Mediated Multimodal Cognitive Environments and Media Influence
- And I Just Can´t Hide It!
- Art Reception and Mobile Eye Tracking in Museum Spaces
- Research-Led Teaching
EEG / Eye Tracking, MoCap & Related Technologies
u:africa-lab
u:africa-lab is the podcast series of the department of African studies of the University of Vienna. Joyfully and enthusiastically created in 2023, it aims to touch the largest and most diverse audience possible that the expansive and multi-faceted field of African studies actually concerns. Once a month, researchers, artists, teachers or students will change perspectives, question representations, uncover new topics and research fields, discuss various issues from decolonization to eco-criticism, African literature, feminism or Rastafari culture, all of that in a nutshell format of 20-30 minutes.
Wiener Digital Revue
In jeder Folge trifft Host Stefan Sonntagbauer auf einen besonderen Menschen aus dem literarischen und literatur-wissenschaftlichem Leben, um über Wort, Welt und Herzensthemen zu sprechen. Am Programm: Spannende Einblicke in literarische Lebenswelten, kulturwissenschaftliche Tiefenbohrungen und neue Inspirationen zwischen Literatur-Leidenschaft und -Wissenschaft. Der perfekte Podcast für alle, die fest davon überzeugt sind, dass Leben nicht zuletzt bedeutet, sich Geschichten zu erzählen, man nicht nicht kommunizieren kann und Worte immer ihre eigene Wirklichkeit schaffen. Hier geht's zum Podcast für Germanistik und Gegenwart
Mein erster Job
Der Podcast für Berufseinsteiger*innen “Mein erster Job” produziert von Uniport, dem Karriereservice der Universität Wien stellt Tipps und Tricks rund um den Bewerbungsprozess vor und gibt Einblicke in die Arbeitswelt. Karriere-Expert*innen sprechen über den gelungenen Berufseinstieg. In der Serie “JobGeschichten” bekommt man detaillierte Einblicke in unterschiedliche Berufsbilder und erfährt, welchen Weg Absolvent*innen aus den Bereichen Jus, Wirtschaft, Informatik und Naturwissenschaften nach ihrem Studium eingeschlagen haben und wie ihr Arbeitsalltag heute aussieht.
Animals in Dutch Literature
During the winter semester 2025 students of the proseminar “Animals in Dutch Literature. Narrative Encounters with the Non-Human” recorded podcast episodes as a part of their final assignment. The proseminar was taught by Daniela Prusova (Dutch Studies, Department of European and Comparative Literature and Language Studies).The students learned about the theoretical frameworks of the emerging field of Cultural and Literary Animal Studies. After a workshop on the basics of podcasting and writing a script, the students took their work into the podcasting studio of MediaLab and recorded their episodes. They had the chance to get familiar with the technical aspects of recording and the professional equipment. By using scholarly podcasting as a form of assessment, the course aimed to give students the motivating sense that their work throughout the semester would lead to a tangible outcome. At the same time, the assignment encouraged them to communicate the results of literary analysis to a broader public and to develop skills in science communication.
Geflüchtet. Überlebt. Erzählt...
Menschen fliehen – damals wie heute. Die fünfteilige Podcastreihe „Fluchtgeschichten“, konzipiert und moderiert von Literaturwissenschaftlerinnen der Universität Wien, widmet sich der Flucht und dem Exil aus historischer und aktueller Perspektive. Der Podcast ist Teil des Forschungsprojekts „Remapping Refugee Stories“ am Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft. Das Projekt erzählt die Geschichten von 26 Menschen, die den Holocaust durch Flucht überlebt haben. Ihre mehrsprachigen Lebensgeschichten sind auf einer interaktiven Website veröffentlicht – ergänzt durch Filme, eine Graphic Novel, didaktisches Material und die Podcastreihe. In den fünf Episoden schlägt das Projektteam gemeinsam mit Gästen Brücken zwischen historischen Fluchtgeschichten und heutigen Debatten. „Historische Erfahrungen helfen uns, aktuelle Fluchterfahrungen, wiederkehrende Narrative und die Herausforderungen des Ankommens besser zu verstehen“, erläutert Projektleiterin Prof. Paula Wojcik. So geht es u.a. um Fragen wie: Welche Unterstützung brauchen Geflüchtete? Wie wirken Traumata über Generationen hinweg? Erleben Frauen Flucht anders? Warum handeln Menschen solidarisch – oder nicht?
Narrating Trauma
At the University of Vienna, 24 students have enrolled in the course Narrating Trauma: Dutch Children’s and Youth Literature about the Holocaust in an International Context, taught by Levente Erős. A key objective of the course was to teach students how to effectively communicate the knowledge they gathered throughout the semester by producing a podcast episode.
The course began with introductory meetings where students learned about the history and remembrance of World War II and the Holocaust, as well as the theoretical framework for analysing youth novels. They read a total of six novels and comic books in German and English translation, examining how these works introduce young readers to the persecution of Jews. The reading list included Sterrekinderen (1946) – Kinder mit Stern (1961) – by Clara Asscher-Pinkhof, Oorlog zonder vrienden (1979) – War without Friends (1982) – by Evert Hartman, De ontdekking (2003) – Die Entdeckung (2009) – a graphic novel by Eric Heuvel, and Dolf Verroen’s Oorlog en vriendschap (2016) – Krieg und Freundschaft (2016).
The students worked in seven groups in the university’s MediaLab to produce English-language podcasts discussing a book of their choice. Once the recordings and editing are completed, the podcasts will be made available to listeners.
Dr. Horror
Mit „Dr. Horror“ hat Stefan Sonntagbauer den weltweit ersten Podcast für Horrorforschung ins Leben gerufen. Ausgehend von seiner Promotion „Warum Horror? – Die Geburt des antiheroischen Storytellings“ macht er darin komplexe Zusammenhänge für ein breites Publikum zugänglich. Mit viel Humor und Gästen aus Wissenschaft und Kultur zeigt er, was es mit Vampiren, Gespenstern und Co. wirklich auf sich hat: Warum gruseln wir uns so gern? Was sagt uns Horror über uns als Menschen – und was über die Kultur, in der wir leben?
Im Zentrum steht dabei eine klare Mission: Wissenschaftskommunikation als Brücke zwischen Forschung und Gesellschaft.
Phonaesthetics – The Beauty of Language Sound
Die Vienna Phonaesthetics Group unter der Leitung von Prof. Susanne Reiterer am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien erforscht die Phonästhetik – das ästhetische Empfinden beim Hören von Sprachen und deren „Soundscapes“. Diese interdisziplinäre Forschung verknüpft Linguistik, Psychologie und Kognitionswissenschaften, um zu entschlüsseln, warum bestimmte Sprachen als „schöner“ wahrgenommen werden als andere und als „gut klingende“ Fremdsprachen beliebt sind. Ein zentraler Aspekt ist das Phänomen des „Phonetic Chill“, ein ästhetisches Vergnügen, das rein durch den Klang einer Sprache ausgelöst wird. Dieses wird aktuell im MediaLab der Universität Wien im Rahmen eines PhD-Projekts von Lukas Nemestothy, MA, mittels Hautleitwertmessungen (EDA) untersucht.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass der sogenannte „Latin Lover“-Effekt - die Einstufung romanischer Sprachen als besonders attraktiv - stark durch kulturelle Stereotype und Sprachideologien getrieben ist, wobei auch hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Zudem spielt der Vertrautheitseffekt eine große Rolle: Bekannte Sprachen werden systematisch positiver bewertet, während im umgekehrten Fall, die Bekanntheit der Ästhetik kaum schadet. Um klangliche Vorlieben isoliert von kulturellem Wissen zu untersuchen, nutzt die Forschungsgruppe die professionelle Infrastruktur des MediaLabs, um hochwertige Aufnahmen von Muttersprachlern seltener oder typologisch distanter Sprachen zu generieren. Da die individuelle Stimme die Bewertung maßgeblich beeinflusst, ist die präzise Stimmauswahl und Aufnahmequalität im Studio essenziell für die Validität des Stimulusmaterials. Neben akustischen und phonetischen Parametern wie Sonorität, Phonotaktik und phonetische Merkmale beeinflussen auch individuelle Faktoren wie Musikalität, Persönlichkeit und Mehrsprachigkeit das Urteil, was wiederum direkte Rückschlüsse auf die Motivation beim Fremdsprachenlernen zulässt.
Phonaesthetik - Der Nordwind und die Sonne
Für ein spannendes Forschungsprojekt im Bereich der Phonaesthetik arbeitet Susanne Reiterer zusammen mit einem wachsenden Team von Studierenden und Studienassistent*innen der Uni Wien aus verschiedenen Bereichen und Instituten an der Erstellung einer neuen plurilingualen Stimulus-Sprachdatenbank. Von Beginn an dabei und nun Masterstudent in dem Bereich: Žiga Bogataj (Betreuer: Reiterer/Mühlhans), Studierender aus Slowenien (Uni Ljubljana und ehemals mobility student im MEi:Cogsci-Programm), Anna Winkler (Studienassistentin und Master-Studierende der Sprachwissenschaft Wien), Lukas Nemestothy (ehemaliger Tutor Phonetik/Phonologie und jetzt Master-Studierender der Sprachwissenschaft Wien) zusammen mit Max Sinnl (Studienassistent, Pianist und Studierender am Institut für Chemie). Das Team erstellt im Studio des MediaLab Aufnahmen diverser Muttersprachler*innen von etwa 30 unterschiedlichen Sprachen aus ganz Europa.
Viele Tage und Wochen instruierten die Team Mitglieder die teilweise (in Wien) sehr schwierig zu findenden Native-Speaker der einzelnen Sprachen in das Aufnahmesetup und nehmen die standardisierte Kurzgeschichte "Der Nordwind und die Sonne" sowohl in weit verbreiteten Sprachen wie Englisch, Deutsch oder Französisch als auch in seltener vorkommenden Sprachen wie Estnisch, Isländisch oder Maltesisch und in gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Sprachen wie Bretonisch, Baskisch, Korsisch oder Irisch auf.
Durch die rauscharmen Mikrofone des Labs und den ruhigen Aufnahmeraum werden qualitativ hochwertigste Stereoaufnahmen für die Verwendung als Stimuli in unterschiedlichen Studien erzeugt.
Für weitere Informationen, Pilotstudie zum Projekt:
Aufnahme pädagogischer Videos im Rahmen des ERASMUS+ Projekt „AdiBE“
ADiBE oder „CLIL for All: Attention to Diversity in Bilingual Education” beschäftigt sich mit CLIL (= Content and Language Integrated Learning, also: schulischer Sachfachunterricht in einer Fremdsprache), und zwar aus der bisher noch wenig beforschten Perspektive der Diversität und wie weit CLIL-Unterricht auf diverse Schülergruppen eingehen kann und soll. Forscher*innen aus sechs europäischen Ländern entwickeln unterschiedliche Überlegungen und Materialien, die die Thematik breit beleuchten. Ganz im Sinne des Erasmus+ Programms werden diese Ressourcen für Lehrer*innen und Lehrerbildner*innen online zugänglich sein (https://adibeproject.com/outputs).
Das Wiener Team: Christiane Dalton-Puffer, Tatjana Bacovsky, Silvia Bauer-Marschallinger, Helen Heaney, Lena Katzinger & Ute Smit
(Institut für Anglistik und Amerikanistik) ist für den vierten und letzten Output verantwortlich: Es werden insgesamt 20 pädagogisch relevant Kurzvideos zu „CLIL for All“ erstellt, wobei drei davon in Wien gedreht und alle hier geschnitten werden. Beides wird im Media Lab der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät stattfinden.
Production of educational videos within the ERASMUS+ project “ADiBE”
Christiane Dalton-Puffer, Tatjana Bacovsky, Silvia Bauer-Marschallinger, Helen Heaney, Lena Katzinger & Ute Smit (Department of English and American Studies)
“ADiBE” or “CLIL for ALL: Attention to Diversity in Bilingual Education” explores a topic area that has attracted little attention so far: diversity in Content and Language Integrated Learning (CLIL) including the question in how far CLIL has the potential to address diverse learner groups. Researchers from six European countries aim to shed light on various aspects of dealing with diversity in CLIL lessons and develop appropriate teaching materials. Following the Erasmus+ programmes’ principles, all resources will be available online for teachers and teacher trainers (https://adibeproject.com/outputs).
The Viennese team is responsible for the fourth and last output, in which 20 educational videos on diversity in CLIL will be produced. Three of them will be shot in Vienna and all videos will be cut and edited by one of our team members. All of this will be done in the university’s Media Lab at the Faculty of Philological and Cultural Studies.
International Workshop: The Stories (in the) Constructed
(Re-)presenting the past in the presence
The workshop that took place on the stage of the MediaLab brought together nine academic researchers and practitioners to discuss the notion of the intriguing tension between official top-down narratives, and civilian bottom-up storytelling, as manifested in various cultural productions and/in the built environments. The event was well attended and the discussions and exchanges after each presentation were productive and fruitful.
Speakers
Marketa Bajgerova Verly (Austrian Academy of Sciences),‘One Past, Two Histories: Exhibiting the Shanghai Jewish Refugees in China and Austria in Comparative Perspective’
Dora Choi and Haider Kikabhoy (‘Walk in Hong Kong’, Cultural Enterprise in Hong Kong),‘Non-touristic tourism: Local footsteps in Metropolitan Hong Kong’
Rossella Ferrari (Department of East Asian Studies, University of Vienna),‘Cur(at)ing Ghosts: Networks, Heritage, and Memory’
Shu-Mei Huang (Graduate Institute of Building and Planning, National Taiwan University),‘Memory, borders, and justice: the emerging morality competition over the wartime documentary heritage of Jewish refugees in East Asia’
Liza Wing Man Kam (Department of East Asian Studies, University of Vienna),‘Learn to oppress: Intellectual trajectory in constructing the colonies in Hong Kong and Taiwan’
San-Hwan Lu (Department of Architecture, Technical University of Vienna),‘Architecture of Welfare, Architecture of Order: Public Housing as Political Form and Cultural Memory’
Fabrizio Massini (Department of East Asian Studies, University of Vienna),‘The Past as Stage: Wuzhen Theatre Festival’
Florian Purkarthofer (Department of East Asian Studies, University of Vienna),‘History and Memory in a Neighborhood without Monuments: Constructing Tokyo Stories in Times of Deconstruction’
For more information please contact Dr. Liza Wing Man KAM of the Department of East Asian Studies at liza.wing.man.kam@univie.ac.at.
The Screening and Post-screening discussion with the film directors of ‘To be Continued (尚未完場)’
A documentary co-produced by Hong Kong Community Heritage Foundation (HKCHF) and Walk in Hong Kong: Description:
The film is a chronicle of the grassroots effort to save the iconic State Theatre in North Point from demolition. The evocative documentary is also a deep dive into the eye-opening story of Harry Odell, the theatre’s founder and Hong Kong’s first impresario, who brought Xavier Cugat, Isaac Stern, and other legendary musical figures to the city. Rich with local history, the story of the State Theatre and Harry Odell is a celebration of Hong Kong’s dynamic culture and indomitable spirit.
Supported by the Institute of East Asian Studies, the film screening and subsequent event were well attended by numerous spectators from the University of Vienna and beyond. The spatial conditions of the MediaLab stage (an event space of the Faculty of Philology and Cultural Studies) and its surroundings provided a diverse yet comfortable atmosphere, thus facilitating a convivial discussion.
About the Directors:
Dora Choi has been a news feature and documentary director in mainstream media for more than 10 years, focusing on politics and social affairs.
Haider Kikabhoy as a fourth-generation Hongkonger with family roots in Mumbai and Guangdong, was formerly an academic researcher on Hong Kong’s architectural history. “To Be Continued” is his first documentary film. Dora and Haider co-founded the cultural enterprise Walk in Hong Kong.
For more information please contact Dr. Liza Wing Man KAM of the Department of East Asian Studies at liza.wing.man.kam@univie.ac.at.'
Gebärdensprache im Fokus
Die Sprachwissenschaftlerin Verena Krausneker forscht zum Einsatz von Avataren in der Gebärdensprache: Avatare, die gebärdensprachliche Texte darstellen, können zu mehr Barrierefreiheit für Gebärdensprachbenutzer*innen beitragen. Jedoch wird der Einsatz von animierten Videos an Stelle professioneller, menschlicher Dolmetscher*innen/Übersetzer*innen aus verschiedenen Perspektiven (Angewandte Sprachwissenschaft, Weltunion der Gehörlosen, Weltverband der Gebärdensprachdolmetscher*innen, Österreichischer Gehörlosenbund) sehr kritisch gesehen. Das von Sprachwissenschafterin Verena Krausneker geleitete Forschungsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, einen Best-Practice Leitfaden zu erarbeiten, der dazu anleitet, dass gebärdende Avatare so zum Einsatz kommen, dass sie für taube gebärdensprachige Menschen tatsächlich einen Gewinn darstellen.
Für das Projekt wurden unter anderem 8 Fokusgruppen durchgeführt. In vier davon diskutierten taube Gebärdensprachbenutzer*innen unter der Leitung einer tauben Moderatorin im MediaLab.
Das Stimulusmaterial wurde speziell für die Fokusgruppen erstellt. Dafür wurden vier bereits öffentlich vorhandene Videos mit Avataren, die ÖGS (Österreichische Gebärdensprache) gebärden, ausgesucht. Zwei taube Dolmetscher*innen erstellten ihre eigene, neue Übersetzung des Textes und gebärdeten diese. So wurden, passend zu den vier Avatar-Videos, jeweils vier inhaltlich und gestalterisch vollkommen idente Videovarianten erstellt. Diese „Video-Zwillingspaare“ wurden den Fokusgruppenteilnehmer*innen im MediaLab als Diskussionsanlässe gezeigt.
Die technische Ausstattung des Bühnenraums mit dem neutralen Hintergrund und der Möglichkeit, aus drei Kameraperspektiven zu filmen, war dafür perfekt geeignet.
Die Projektergebnisse, also ein Best Practice Protokoll für den Einsatz von Avataren für Gebärdensprache, sind ab 11/2021 hier in vier Sprachen einsehbar:
East Asia as a Psychological Landscape
Filmscreening and Workshop: This film screening and workshop explores the notions of “the first line of China,” the Taiwan Strait, and the hideouts of an escaped prisoner in Northeast China. The notions are geographical, historical, and deeply personal. Artist and filmmaker Zhang Hanwen presents two of his recent films and a work in progress during his residency at the HBK Braunschweig.
What makes a language beautiful?
Exploring aesthetic preferences in linguistic patterns through biophysiological measures
Theresa Matzinger’s ÖAW-funded project “BEALP – Biophysiological Explorations of Aesthetically Appealing Linguistic Patterns” explores whether everyday linguistic features differ in their aesthetic appeal and how this may influence how easily and effectively these features can be learned, memorized and transmitted to future generations of speakers. In the long term, these processes may influence which features remain stable during long-term linguistic change.
At its core, the project addresses a central and largely unexplored question: whether everyday linguistic features, such as speech sounds, their combinations, or speech melodies, differ in their aesthetic appeal at all. Building on this, the project also investigates how listeners from different cultural backgrounds perceive the beauty of different languages, and which factors contribute to these judgments. In doing so, it disentangles the relative contribution of purely linguistic factors, such as speech sounds or melodies, and non-linguistic factors, such as familiarity with a language, language-based biases, and cultural stereotypes.
To capture aesthetic appeal in a systematic and objective way, the project combines study participants’ appeal ratings with biophysiological measures. Specifically, it tests whether changes in pupil size and skin conductance reliably reflect the perceived appeal of linguistic features and languages.
For that, the project makes use of the eye-tracking and skin conductance equipment at the MediaLab to record participants’ physiological responses while they listen to various words and languages.
Theresa Matzinger is a postdoctoral researcher at the Department of English and American Studies and an associate of the Vienna Cognitive Science Hub. Her work focuses on the biological and cultural evolution of language(s), language learning, historical language change, and non-human animal communication and cognition. In her research, she combines methods from the fields of psycholinguistics, evolutionary linguistics, historical linguistics, corpus linguistics, sociolinguistics, behavioral economics, and behavioral biology.
[Translate to English:] Copyright Theresa Matzinger
Love on Screen: Mediated Multimodal Cognitive Environments and Media Influence
Attention, Interpretation, and Norm Formation in Digital Media: The FWF Elise Richter Project Love on Screen investigates how contemporary digital media environments shape what people notice, evaluate, and internalize about romantic relationships. Combining Digital Humanities methods with cognitive and behavioral approaches, the research examines how recurrent visual, verbal, and narrative patterns in media content influence viewers’ attention and social expectations over time.
A central component of the project is the use of eye-tracking technology at the University of Vienna MediaLab. Through controlled experimental studies, participants’ gaze behavior is recorded while they observe romantic interaction scenes drawn from contemporary media formats. This allows the project to capture pre-reflective attentional processes—what viewers look at first, for how long, and in what sequence—providing insights that go beyond self-reported impressions.
In parallel, large-scale multimodal content analysis and social media analytics are used to map recurring narrative structures and audience interpretations across platforms and cultural contexts. The MediaLab’s technical infrastructure and methodological support were essential for implementing the eye-tracking experiments and integrating behavioral data with digital text and image analysis.
Together, these approaches offer a novel perspective on how digital media function as environments that organize perception and shape social norms, contributing to interdisciplinary research at the intersection of linguistics, media studies, and cognitive science.
Thank you again for this opportunity and the valuable support provided by the MediaLab.
And I Just Can´t Hide It!
Eyetracking-IAT zur Untersuchung von Genderstereotypen bei Musikinstrumenten: https://medialab.univie.ac.at/popovic2022/
Kunstrezeption und mobiles Eye-Tracking im Museumsraum
Kunsterfahrung messbar machen: Das MediaLab Team freut sich über die Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen von Laboratory for Cognitive Research in Art History (CReA), Kunstgeschichte Universität Wien. Ziel der gemeinsamen Studie ist es mittels mobilen Eye-Tracking (Tobii Glasses) Brillen und einer anschließenden Befragung das Kunsterlebnis im Museumraum erfahrbar zu machen. Es werden die Augenbewegungen während des Ausstellungsrundganges gemessen. Man erkennt wohin sich der Blick wendet und was genau, wie lange angesehen wird. Mittels Fragebogen wird die subjektive Sichtweise der Teilnehmer*innen zum Erlebten im Anschluss an den Ausstellungsrundgang erhoben. Daraus ergeben sich methodisch-technologische und kunsthistorische Erkenntnisse, die einen wissenschaftlichen Mehrwert für die Museumspraxis erzielen.
Forschungsgeleitete Lehre
Prof. Christoph Reuter lehrt am Institut für Musikwissenschaft Umgang und Einsatzmöglichkeiten der modernen Technologien im MediaLab: Im Sommersemester 2020 lehre Prof. Christoph Reuter am Institut für Musikwissenschaft in der Übung "Neue Technologien in der Musikwissenschaft" zunächst die wissenschaftlichen und technischen Hintergründe zur quantitativen Datenerhebung und nun folgt die forschungsgeleitete Praxisphase mit den Teilnehmer*innen der Übung.
Die Studierenden testen den Umgang mit Messtechnologien und wagen sich an die Beantwortung verschiedener Fragestellungen heran. Die erhobenen Daten, Analysen und Interpretationen bilden die Abschlussleistung der Übung. Gearbeitet wird jeweils in Kleingruppen zu 2-3 Personen zu den Themen Eye-Tracking, Motion-Capture, EEG & Biometrie, virtuelle Realität, Kunstkopfstereophonie, Hochgeschwindigkeitsaufnahmen uvm.
Die Fotos zeigen drei Studierende der Übung, die sich gerade in einer Eye-Tracking-Messung mit dem Blickverhalten von Musiker*innen beim Zusammenspiel befassen.
Über Hirnströme und innere Monologe
Das LISP (Levels of Inner Speech) Projekt: Die meisten Menschen führen gelegentlich Selbstgespräche, manchmal sogar laut, aber meistens passieren diese nur in Gedanken. Viele Menschen können sich gar nicht vorstellen, ohne diese innere Stimme zu leben, während andere sie nur sehr selten wahrnehmen. Wie genau sich diese innere Stimme präsentiert ist aber sehr vielfältig und hängt vermutlich davon ab, für welche Aufgaben wir sie gebrauchen.
Das Projekt „LISP“ versucht diesem Phänomen in drei separaten Studien auf den Grund zu gehen und herauszufinden, welche elektrische Hirnaktivität mit der Verwendung verschiedener Formen von innerer Sprache bei einer Gedächtnisaufgabe verbunden ist.
Das EEG des MediaLab bildete dabei den Grundstein für die Datenerhebung der ersten Studie. Beim EEG wird dem Probanden eine Haube mit bis zu 64 Elektroden aufgesetzt. Die Elektroden können dann die elektrischen Impulse an der Kopfhaut messen, die ihren Ursprung in der Hirnrinde haben. Damit ist EEG eine gute Methode, um viele kognitive Fähigkeiten des Menschen zu untersuchen und zu sehen, was bewusst oder unterbewusst verarbeitet wird.
Das Projekt LISP (Levels of Inner Speech) ist ein Projekt der Arbeitsgruppe Psycholinguistik am Institut für Sprachwissenschaft. Mehr Information über unsere Forschung finden Sie auf https://psy-ling.univie.ac.at/.