Menschen fliehen – damals wie heute. Die fünfteilige Podcastreihe „Fluchtgeschichten“, konzipiert und moderiert von Literaturwissenschaftlerinnen der Universität Wien, widmet sich der Flucht und dem Exil aus historischer und aktueller Perspektive.
Der Podcast ist Teil des Forschungsprojekts „Remapping Refugee Stories“ am Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft. Das Projekt erzählt die Geschichten von 26 Menschen, die den Holocaust durch Flucht überlebt haben. Ihre mehrsprachigen Lebensgeschichten sind auf einer interaktiven Website veröffentlicht – ergänzt durch Filme, eine Graphic Novel, didaktisches Material und die Podcastreihe.
In den fünf Episoden schlägt das Projektteam gemeinsam mit Gästen Brücken zwischen historischen Fluchtgeschichten und heutigen Debatten. „Historische Erfahrungen helfen uns, aktuelle Fluchterfahrungen, wiederkehrende Narrative und die Herausforderungen des Ankommens besser zu verstehen“, erläutert Projektleiterin Prof. Paula Wojcik.
So geht es u.a. um Fragen wie: Welche Unterstützung brauchen Geflüchtete? Wie wirken Traumata über Generationen hinweg? Erleben Frauen Flucht anders? Warum handeln Menschen solidarisch – oder nicht?
Alle Folgen im Überblick:
Mit: Ann-Christin Bölter (Juristin), Torsten Jäger (Politologe), Winfried Kluth (Verfassungsrechtler), Naïma Ghermani (Historikerin)
Mit: Brigitte Lueger-Schuster (Psychotraumatologin)
Mit: Shiri Spector (Psychotherapeutin), Hamed Abboud (Schriftsteller), Michael Parzer (Soziologe)
Mit: Claudia Geringer (Literatur- und Kulturwissenschaftlerin), Helene Kluger-Langer (Zeitzeugin), Sonja Dörfler-Bolt (Soziologin)
Folge 5: Flucht und Solidarität
Mit: Stefanie Mahrer (Historikerin), Jörg Flecker (Soziologe), Petar Rosandić alias Kid Pex (Menschenrechtsaktivist)
Das Projekt „Remapping Refugee Stories 1933–1953“ wird im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.