Die meisten Menschen führen gelegentlich Selbstgespräche, manchmal sogar laut, aber meistens passieren diese nur in Gedanken. Viele Menschen können sich gar nicht vorstellen, ohne diese innere Stimme zu leben, während andere sie nur sehr selten wahrnehmen. Wie genau sich diese innere Stimme präsentiert ist aber sehr vielfältig und hängt vermutlich davon ab, für welche Aufgaben wir sie gebrauchen.
Das Projekt „LISP“ versucht diesem Phänomen in drei separaten Studien auf den Grund zu gehen und herauszufinden, welche elektrische Hirnaktivität mit der Verwendung verschiedener Formen von innerer Sprache bei einer Gedächtnisaufgabe verbunden ist.
Das EEG des MediaLab bildete dabei den Grundstein für die Datenerhebung der ersten Studie. Beim EEG wird dem Probanden eine Haube mit bis zu 64 Elektroden aufgesetzt. Die Elektroden können dann die elektrischen Impulse an der Kopfhaut messen, die ihren Ursprung in der Hirnrinde haben. Damit ist EEG eine gute Methode, um viele kognitive Fähigkeiten des Menschen zu untersuchen und zu sehen, was bewusst oder unterbewusst verarbeitet wird.
Das Projekt LISP (Levels of Inner Speech) ist ein Projekt der Arbeitsgruppe Psycholinguistik am Institut für Sprachwissenschaft. Mehr Information über unsere Forschung finden Sie auf https://psy-ling.univie.ac.at/.